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Rot(h)e Erden

Rote Erde, Carl Ruëtz, Piedbeouf-Kessel, Concordia

"Was haben eine WDR-Fernsehserie, ein Fußballstadion in Dortmund und ein Verein schwuler Motorradfahrer gemeinsam?", fragte kürzlich die Süddeutsche Zeitung in ihrer Kolumne "ABC von NRW". Die Antwort, niemanden wird es überraschen, lautete natürlich: Rote Erde. Eine genauere Klärung des Begriffes blieb die Verfasserin dem Leser allerdings schuldig. Was nicht etwa daran lag, daß die Zeitung in München erscheint, wie böse Zungen vielleicht behaupten würden.

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Fafnirwerke

Um die Jahrhundertwende war die junge Automobilbauindustrie auschließlich von zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Allein in Deutschland existierten zwischen 1885 und 1920 mehr als hundert verschiedene Unternehmen, die häufig ebenso schnell wieder vom Markt verschwanden, wie sie entstanden waren. Mindestens sieben davon befanden sich in Aachen: Mit den Werken von FAFNIR, CUDELL, BÜSSING, SCHEIBLER, MANNESMANN-MULAG, GOOSSENS, LOCHNER & Co. und TALBOT besaß die Stadt sogar eine der höchsten Dichten von Automobilfabriken in ganz Deutschland. Heute ist dies kaum mehr bekannt. Lediglich die Firma Talbot hat das Markensterben der zwanziger Jahre überlebt. Freilich werden dort längst keine Automobile mehr produziert.

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Wasserturm

Wasserturm Carolus Magnus

Die Anlagen der 1911 gegründeten Bergwerksgesellschaft Carolus Magnus in Übach-Palenberg sind nach der Stillegung der Grube am 1. November 1962 zum großen Teil beseitigt worden. Von den immer noch imposanten baulichen Resten der Grube (vgl. Denkmalpflege im Rheinland«, Heft 1/1997, S. 1-7) stellt der Wasserturm ein besonders markantes Erinnerungsmal dar.

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Der Vichttalplan

Die Auseinandersetzungen um die Verlehnung eines Mühlenhammers 1506 im Tal der Vicht bildete den Ausgangspunkt eines langwierigen Streites um Landbesitz, Wasser- und sonstige Nutzungrsrechte zwischen den Herren von Stolberg auf der einen und den Reichsäbten von Kornelimünster auf der anderen Seite. Nachdem die lokale Gerichtsbarkeit den Rechtsstreit nicht beilegen konnte, gelangten die gerichtlichen Auseinandersetzungen schließlich vor das Reichskammergericht nach Speyer. Gericht und Streitfall verdankt eine farbige, in ihren Ausmaßen von ca. 40 x 460 cm ungewöhnliche Karte des Vichttales ihre Entstehung. Sie ist zugleich eine der frühesten bildlichen Darstellung Stolbergs.

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Otto Lehmann - Flüssige Kristalle und ihr scheinbares Leben

Otto Lehmann (1855-1922)

Am 13. Januar 2005 jährte sich der 150. Geburtstag eines bedeutenden Physikers und ehemaligen Dozenten der Aachener Hochschule. Viele von uns werden täglich mit den technischen Anwendungen seiner Entdeckungen konfrontiert, aber nur wenige vebinden sie mit einem Namen: LCD-Displays. Sein Name ist Otto Lehmann, seine Entdeckung sind die 'flüssigen Kristalle'.

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Heinrich Dubbel

Heinrich Dubbel im Kreise seiner Studenten und Mitarbeiter

Ingenieurstudenten aller Generationen dürfte der 'Dubbel' bekannt sein, das 'Taschenbuch für den Maschinenbau'. Der Herausgeber des Standardwerks für die produkt- und fertigungsorientierten Fachgebiete des Maschinenbaus, Heinrich Dubbel, wurde am 8. April 1873 als Sohn von Franz Dubbel und Gertrud Kesselkaul in Aachen geboren.

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Rheinische und industrie­geschichtliche Spuren in Heinrich Manns "Der Untertan"

Der vielleicht berühmteste Roman des wilhelminischen Zeitalters, der wie kaum ein anderer Einblicke in die deutsche Seele der Jahrhundertwende gewährt, und längst vom Skandal zur obligatorischen Schulbuchlektüre avanciert ist, bedarf keiner neuen Interpretationen (1). Trotzdem hält das Oevre Heinrich Manns mannigfache Überraschungen bereit. Während kaum eine Regung des prominenten Dichterbruders Thomas Mann unkommentiert blieb (2), ist das Werk Heinrichs, Chronist und Kritiker des Wilhelminismus, das "unentdeckteste" (3). Es ist weder bibliographisch gesichert noch hinreichend gesichtet (4). Die umfangreichen Tagebücher sind nicht ediert (5).

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Die Stolberger Zink AG

Graphik: Die Hütten der Stolberger Zink, um 1960

Unter dem Titel „Geschichte, reif für's Fass“ berichtete die Süddeutsche Zeitung am 3. Januar 2006 auf ihrer prestigeträchtigen ‚Seite Drei’ über den Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland. Auf Mikrofilmen kopiert und in Bierfässern eingerollt, befindet sich hier das Wertvollste, was die Archivare Deutschlands an erhaltenswertem Kulturgut zusammengetragen haben. Atombombengesichert, in rund 200 Metern Tiefe, ist das Gedächtnis der Nation im Barbarastollen der stillgelegten Zeche Schauinsland in der Nähe der Schwarzwaldgemeinde Oberried untergebracht. Der Standort ist nicht nur im Hinblick auf zukünftige thermonukleare Katastrophen gut gewählt. Der Barbarastollen birgt nämlich nicht nur Kulturgut, er ist es selbst. Für einen Zeitraum von mehr als achthundert Jahren, vom Hohen Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, wurde hier Zink, Blei und Silber gefördert. In gewisser Weise steht die umgenutzte Zeche damit auch repräsentativ für den End- und Höhepunkt einer Branche des Bergbaus, deren Anfänge in Deutschland teilweise bis in ur- und frühgeschichtliche Epochen zurückreichen.

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Die Tuchfabrik Nickel und Müller GmbH, Aachen

Die Tuchfabrik ‘Nickel & Müller GmbH Aachen‘ wurde im Jahre 1868 durch Hugo Nickel und C. H. Müller gegründet. Sie leiteten den Betrieb bis zu ihrem Ausscheiden 1890. Ab diesem Jahr stand der Betrieb unter der Leitung des ehemaligen Direktors der Tuchfabrik ‘Süßkind und Sternau‘, Hermann Simons.

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Die Aachener Frühindustrialisierung:

Auch im Zeitalter der Globalisierung bleibt wirtschaftliches Handeln oftmals lokal und regional verwurzelt. Wenngleich viele Unternehmen heute auf weltweiten Märkten präsent sind, zeigt die anhaltende Standortdebatte in Deutschland, wie sehr sich die jeweils vor Ort herrschenden Produktionsbedingungen auf den unternehmerischen Erfolg auswirken. Unternehmen entstehen genau dort, wo diese Bedingungen möglichst optimal sind, und sie generieren in den jeweiligen Regionen Wachstums- und Wohlstandseffekte. Die rasante Entwicklung einer boomenden Wirtschaftsregion und das Zurückfallen bzw. sogar die Deindustrialisierung einer anderen wirft die Frage nach den Ursachen dieser räumlichen Wachstumsunterschiede auf.

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